Cold Brew: Noch nie hat kalter Kaffee so gut geschmeckt [mit Rezept]

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Wer gerne Kaffee trinkt, sollte unbedingt mal Cold Brew probieren! Das ist kalt gebrauter Kaffee, der trotzdem reichlich Koffeein hat – aber einen ganz anderen Geschmack. Mit diesem Rezept könnt ihr ihn ganz einfach selbst herstellen!

Habt ihr schon mal Cold Brew probiert? In Berlin erobert dieses Kaltgetränk gerade die Hipstercafés und Clubs und anscheinend auch die ersten Büros. Was mich zumindest so neugierig gemacht hat, dass ich auch mal probieren wollte – und jetzt ein neues Lieblingsgetränk habe.

Wer konventionell gebrühten Kaffee mag, sei es nun Filterkaffee oder Espresso, wird von dem Geschmack wahrscheinlich sehr überrascht sein, denn statt nach Röstaromen schmeckt es auf einmal fruchtig und schokoladig, aber dafür weder bitter noch sauer. Es fehlen also genau die Geschmacksnuancen, die vielen Leuten den Kaffeegenuss verleiden, weil er ihnen zum Beispiel auf den Magen schlägt. Interessanterweise, das habe ich selbst gerade erst gelernt, sind ebendiese Röstaromen zwar für die meisten Kaffeetrinker gleichbedeutend mit „Kaffeegeschmack“, je nach Intensität der Röstung übertünchen sie jedoch das eigentliche Aroma der Kaffeebohnen. Übrigens enthält Cold Brew trotzdem reichlich Koffeein: Manche sagen, genau so viel, andere behaupten, sogar mehr als heiß gebrühter Kaffee.

Letzte Woche habe ich die Gründer eines Berliner Start-ups interviewt , die Cold Brew brauen und in Flaschen abgefüllt wie Limo verkaufen. Und zwar pur, also als reinen schwarzen, kalt extrahierten Kaffee, sowie mit Tonic Water versetzt. Wer noch nie Cold Brew getrunken hat, kann sich die Kombi aus Kaffee und Tonic Water wahrscheinlich nicht vorstellen, aber als großer Club Mate- und Gin Tonic-Fan sage ich euch: Das Zeug hat Suchtpotenzial!

Bei der Vorbereitung meines Interviews habe ich auch einige Videos angeschaut, in denen erklärt wird, wie man eigentlich Cold Brew herstellt. Und weil das wirklich kinderleicht ist, musste ich es natürlich gleich mal selbst ausprobieren. Und zwar mit Kaffeebohnen, die ich von unserem Mexikotrip Anfang des Jahres aus Oaxaca mitgebracht habe.

Grob gemahlene Bohnen, kaltes Wasser und ein bisschen Zeit - fertig ist der Cold Brew

Grob gemahlene Bohnen, kaltes Wasser und ein bisschen Zeit – fertig ist der Cold Brew

Und so stellt ihr Cold Brew selbst her

Zutaten:

  • Wichtig ist, dass eure Kaffeebohnen nur hell geröstet sind, damit der eigentliche Geschmack der Bohnen nicht von den Röstaromen überdeckt wird.
  • Die Bohnen sollten grob gemahlen werden.

Zubereitung:

  • Gebt 200 g grob gemahlenen Kaffee in ein großes Gefäß und gießt ihn mit 1,5 l kaltem Wasser auf.
  • Rührt gründlich um.
  • Stellt das Gefäß für 10-12 Stunden in den Kühlschrank.
  • Gießt den gesamten Inhalt des Gefäßes durch ein feines Sieb. Die aufgefangene Flüssigkeit filtert ihr dann nochmals mit einem Kaffeefilter (alternativ tuts auch ein Mulltuch). Wichtig dabei ist, dass ihr den Kaffeesatz nur abtropfen lasst, presst ihn nicht aus!
  • Fertig ist euer Cold Brew.
  • Bei mir hat es ziemlich genau einen Liter Kaffee ergeben, den ich in einer ausgespülten Milchflasche im Kühlschrank aufbewahre. Laut Rezept ist euer kalt extrahierter Kaffee gekühlt bis zu zwei Wochen haltbar.

Gerade genieße ich also mein erstes selbstgebautes Glas Cold Brew auf Eis mit Hafermilch – anstelle des Espressos, den ich mir normalerweise um diese Uhrzeit genehmige. Draußen hat es knapp 30° C, da passt das eiskalte Getränk perfekt – und es schmeckt gleich beim ersten Versuch richtig gut!

Mal schauen, ob es auch die gewünschte Wirkung hat …

Habt ihr Cold Brew schon mal selbst hergestellt? Welche Bohnen (aus welchem Anbaugebiet) habt ihr verwendet?

Wir freuen uns auf eure Tipps und Anregungen in den Kommentaren!

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