Auf nach Gränna: Hier werden Schwedens Zuckerstangen gemacht – und ihr dürft es auch mal versuchen!

20170705_titel_Grenna_Schwedens Süssigkeiten-Hauptstadt (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Die kleine Co-Jägerin und ich stehen inmitten von fröhlich-bunten Bonbons, Zuckerstangen und Lollis vor einer großen Glasscheibe und es juckt mich in den Fingern. Nicht etwa, weil ich den Zuckerschock fürchte. Okay, doch, ein bisschen schon… Meine Vierjährige hat nämlich schon hier und da probiert. Aber darauf war ich ja vorbereitet, schließlich besuchen wir heute eine der vielen „Polkagriskokeris“, also: Bonbon-Manufakturen, in Schwedens Süßigkeiten-Hauptstadt Gränna.

Nein, es juckt mich deshalb in den Fingern, weil auf der anderen Seite der Scheibe jemand einen riesigen Klumpen Zuckersirup bearbeitet: Er knetet und zieht ihn, schneidet Stücke mit einer großen Schere ab, beklebt ihn mit bunten Streifen, rollt und dreht ihn. Das würde ich ja auch gerne mal probieren!

  • Tipp: Wenn man sich rechtzeitig anmeldet, darf man in der „Grenna Polkagriskokeri“ auch selbst Bonbons herstellen. Der Preis liegt bei 2450 SEK (ca 250 Euro) für 1-8 Personen.

Beim nächsten Besuch werden wir das unbedingt nachholen! Für dieses Mal bleibt uns nur das Zuschauen. Fasziniert beobachten wir, wie die aus Wasser, Zucker und Essig (!) angerührte und erhitzte Masse von einer Maschine luftig geschlagen wird und dabei eine weiße Farbe annimmt. Und wie diese gut formbare aber offenbar gar nicht klebrige Masse dann mit routinierten Handgriffen in Bonbons, Zuckerstangen und Lollis verwandelt wird.

In unserem Video könnt ihr euch das genauer anschauen:

fand auf Einladung von SmålandsTourism statt und

Bisher hatten mich die rot-weiß gestreiften Zuckerstangen immer an die Weihnachtszeit in New York erinnert. Heute erfahre ich: Sie wurden in Schweden erfunden! Und zwar 1859 von einer jungen, einfallsreichen Witwe. Zucker war damals etwas für wohlhabende Leute und ihre gestreiften Zuckerstangen kamen so gut an, dass Amalia Erikson aus Gränna damit nicht nur ihren Lebensunterhalt bestreiten konnte, sondern den Grundstein für eine schwedische Tradition legte.

Eine kleine Auswahl der Süßigkeiten, die in Grenna hergestellt werden

Mit leeren Händen geht hier keiner nach Hause

Neben dem Klassiker, der rot-weiß gestreift ist und nach Pfefferminze schmeckt, gibt es die Zuckerhappen mittlerweile in unzähligen Geschmacksrichtungen und Farben. Ich bin ja kein großer Fan von Bonbons, aber die Süßigkeiten sehen so hübsch aus, dass am Ende doch ein paar Tüten in meinem Einkaufskorb landen… als Mitbringsel 🙂 Und die mit Lakritzgeschmack mag ich sogar selbst ganz gerne lutschen.

Eine Tonne Zucker verarbeitet alleine die Polkagriskokeri, die wir uns angeschaut haben, jede Woche! Zumindest im Sommer, im Winter ist es weniger, da weniger Touristen Schwedens Süßigkeiten-Hauptstadt Gränna besuchen. Die meisten Süßmäulchen kommen übrigens aus den USA, China – und Deutschland.

Wir haben zwei Empfehlungen für euch, womit ihr euren Ausflug nach Gränna verbinden könnt:

1. Plant eine Mittagspause in „Gyllene Uttern“ ein!Geräucherter Lachs in der Raststätte Gyllene Uttern nahe Gränna in Schweden

Schwedens allererste Raststätte liegt (logischerweise) verkehrsgünstig direkt an der E4, etwa fünf Minuten südlich von Gränna (und genau auf halber Strecke zwischen Trelleborg und Stockholm). Ein Besuch würde sich alleine wegen des tollen Ausblicks lohnen, den man von der Terrasse des Restaurants (oder bei schlechtem Wetter: durch die Panoramafenster) über den Vättern-See genießt. Dazu kommt ausgezeichnetes Essen in geschmackvollen Räumlichkeiten. Solche Autobahnraststätten würden wir uns auch für Deutschland wünschen…

2. Unternehmt einen Ausflug auf die Insel Visingsö!Blick auf die Insel Visingsö von der Fähre aus

Gränna liegt am Ufer des Vättern-Sees, Schwedens zweitgrößtem See. Von dort aus schippert man in einer gemütlichen halben Stunde mit der Autofährer rüber auf die Insel Visingsö. Sie ist nur 25qkm groß, war aber schon zur Zeit der Wikinger besiedelt. Es gibt dort eine uralte kleine Kirche, deren Turm man besteigen kann, eine Schlossruine und das entzückende Café „Wisingsborgs Trädgård“ samt großem Kräutergarten ganz in der Nähe des Hafens, in dem man nach einem Spaziergang oder einer Kutschfahrt über die Insel seine „Fika“ (Kaffeepause) genießen kann.

Mehr über Schweden bei uns im Blog:

Und bei unseren lieben Familienreiseblogger-Kollegas:

Disclaimer: Unser Ausflug nach Gränna fand auf Einladung von SmålandsTourism statt und unsere Reise nach Småland wurde unterstützt von TT-Line, NOVASOL, VästervikFramat und Astrid Lindgrens Värld.. Dies beeinflusst nicht unsere Berichterstattung! 

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