Kerikeri: Auf der Jagd nach Casimiroa, Cherimoya und Erdbeer-Guaven


Als wir Freunde in Wellington besuchten, drückte mir Ellen das Buch „Organic Explorer New Zealand“ in die Hand: „Das interessiert Dich bestimmt“, meinte sie. Es ist ein Reiseführer, der ausschließlich nachhaltige und ökologische Angebote vorstellt und das in einem sehr schönen Mix aus Adressen (Unterkünfte, Touranbieter, Restaurants, Geschäfte, Veranstaltungen), die nach Regionen geordnet sind, und Hintergrundberichten, unter anderem über Bio-Winzer, Wwoofing in Neuseeland (die Abkürzung steht für Willing Workers on Organic Farms) oder (für mich besonders interessant) „State highway yum“.

Für die Region Northland, in der wir gerade unterwegs sind, wird der farmers‘ market in Kerikeri empfohlen, auf dem Produkte aus der gesamten Bay of Islands verkauft werden. „Keep an eye out for cherimoya (a variety of custard apple), casimiroa (like an avocado crossed with vanilla ice-cream) … and strawberry guava (an intensely flavoured tart fruit)“ schwärmt das Buch und uns lief sofort das Wasser im Mund zusammen. Unser Avocado-Konsum ist hier enorm (da sie in Neuseeland in großem Maßstab angebaut werden, bekommt man sie an jeder Ecke in sehr guter Qualität), aber eine mit Vanilleeis-Geschmack ist uns bisher noch nicht untergekommen.

Wir also am Sonntag extra früh von unserem DoC-Campingplatz aufgebrochen, ohne Frühstück, nur ein Aufwach-Kaffee musste sein, und kamen tatsächlich noch vor den Massen auf dem Markt an. Nach einem köstlichen Blaubeerpfannkuchen mit Vanillesauce und Früchten aus eigenem Anbau, dessen Duft quer über den Markt zog, fühlten wir uns gestärkt genug für die Jagd nach den extravaganten Lebensmitteln. Wir entdeckten mit Manukahonig geröstete Macadamias, Feigenchutney, Wildkräutersalat, jede Menge frisches Gemüse und sogar mehrere Avocado-Verkäufer. Was wir jedoch nicht fanden, obwohl wir uns einmal quer durch die etwa 30 Marktstände fragten, waren: Casimiroa, Cherimoya und Erdbeer-Guaven. Schade.

Das Buch „Organic Explorer New Zealand“ basiert auf der gleichnamigen Internetplattform, die eine gute Suchfunktion hat, man kann sich auch für einen Newsletter registrieren. Sie wurde 2007 gegründet mit dem Wunsch, die guten und außergewöhnlichen Dinge, die dieses Land zu bieten hat, leichter entdecken zu können, aber auch die ökologischen Probleme, die es in Neuseeland durchaus gibt (auch wenn „100% pure“ etwas anderes suggeriert), nicht auszublenden. Das Buch ist 2011 bereits in der 3. Auflage erschienen.

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7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Apropos Avocado-Konsum….unser war in NZ ebenfalls sehr hoch. Die Sorte „Hass“ war unser Favorit. Futtert Eurer Baby Avocados auch so gern wie es unsere Kleine bei unserer NZ-Tour gemacht hat?

  2. Hmm, Erdbeer-Guaven höre ich das erste Mal. Wenn ihr die probiert habt, teilt mal mit, ob die nach Eurer Sicht besser schmecken als Feijoa (Ananas-Guave), welche auch als Eis klasse schmeckt…

    Und, by the way: Ein schönes neues Jahr wünsche ich Euch.

  3. Feijoa sind Ananas-Guaven? Wusste ich gar nicht. Die hätten bei mir das zeug zum Lieblingsobst, wenn es sie in Deutschland gäbe. Auf diesem Trip habe ich aber noch keine einzige gesehen. Was die Erdbeerguaven angeht: klar! Wir halten weiter Ausschau und berichten, wenn wir (hoffentlich) fündig werden.

  4. Danke für den Buchtipp, da geh ich doch gleich mal recherchieren… Chirimoya kannte ich bisher nur aus Spanien, wirklich lecker. Habt ihr denn schon die Tamarillo für euch entdeckt? Die fanden wir toll als Sandwich-Belag, weil sie doch entschieden nach Wurst schmeckt – ein klasse Fleischersatz für Vegetarier 😉

  5. Tamarillo hatten wir bisher nur als chutney. Deine Beschreibung macht mich neugierig, da muss ich mal Ausschau halten! Ich warte ja noch auf die erste Feijoa, bisher noch keine einzige entdeckt.

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