Backen im Bulli ohne Backofen: So einfach könnt ihr Zimtschnecken (und vieles mehr) unterwegs selbst machen [MIT REZEPT]

Zimtschnecken backen im Omnia geht auch im Bulli


Zimtschnecken! Die gesamte Jäger-Familie liebt sie, aber am meisten wohl die kleine Co-Jägerin. Sie schmecken einfach köstlich und die Zubereitung macht so viel Spaß! Vor allem liebt es die kleine Co-Jägerin, den Teig zu kneten und knuffen, ihn auf den Tisch zu werfen und mit einem Nudelholz auszurollen. Dabei bleibt natürlich auch immer einiges an den Fingern kleben, was sie unbedingt „mal probieren“ muss.

Während unserer dritten Woche on the road sagte die kleine Co-Jägerin deshalb recht nachdrücklich: „Ich will endlich wieder Zimtschnecken backen!“

Backen? Im Bulli?!?

Jawohl!

Dank des Neuzugangs in unserer Buskombüse names „Omnia“ können wir jetzt auf unserem zweiflammigen Gasherd auch backen! Laut der mitgelieferten Gebrauchsanweisung gelingt darin so ziemlich alles von Aufläufen über Brot bis hin zu Kuchen. Bisher hatte ich den Omnia allerdings erst ein Mal im Einsatz: zuhause auf unserem Gasherd. Jetzt folgt also der Härtetest: On the road, mit wenig Platz, auf einer nicht wirklich gut zu regulierenden Gasflamme. Und dann auch noch ein Hefegebäck!

Immerhin: Der Tag war hochsommerlich warm. Gute Voraussetzungen also, dass der Teig gut aufgeht. Außerdem hatten wir viel Zeit, da wir ganz entspannt auf einer Wiese am Fluss irgendwo in einem hübschen Tal bei Kotor Varos campierten.

Auf unserem wackeligen Klapptisch, den ich auf der Wiese aufgebaut hatte, vermischten wir (abgemessen frei nach Schnauze, da wir keine Waage an Bord hatten) so etwa

400 Gramm Mehl mit 1 Päckchen Trockenhefe,
gaben 75 Gramm weiche Butter dazu (kurz die Schüssel vorne unter die Windschutzscheibe gestellt, schon schmolz sie in der bosnischen Sonne dahin)
kippten 75 Gramm Zucker dazu
und 250 ml Milch.

So gelingen Zimtschnecken ohne Backofen im Bulli

So gelingen Zimtschnecken ohne Backofen im Bulli

Die kleine Co-Jägerin rührte glücklich und so schwungvoll, wie es kleine Kinder eben tun, in der Schüssel herum und ich dachte mir: Wie schön, dass ich anschließend nix vom Küchenboden wischen muss. Ha! Riesenvorteil des draußen Backens! Beim anschließenden Kneten mussten wir zwar ein bisschen Acht geben, dass wir nicht die Platte unseres Klapptische durchbrechen, ging aber auch alles gut. Und dann stellten wir die Schüssel mit dem Teig ebenfalls auf das Armaturenbrett in die Sonne, wo er auch brav aufging.

Ich beglückwünschte mich dazu, schnell noch das kleine Nudelholz eingepackt zu haben. Auch wenn es auf dieser ganzen Reise nur ein einziges Mal verwendet wurde und wir uns den begrenzten Stauraum im Bus genau einteilen müssen: Die Freude, die die kleine Co-Jägerin beim Teigausrollen hatte, war es wert!

Wir bestrichen die Teigplatte (ca. 30x40cm) mit Butter, bestreuten sie mit unserem mitgebrachten Zimt*, der nicht nur zimtig, sondern auch süß und scharf schmeckt, und etwas Zucker, rollten sie dann zusammen und schnitten die Rolle in drei Finger breite Scheiben. Die zehn Zimtschnecken passten exakt in den Omnia, den wir zuvor gründlich eingefettet und mit Semmelbröseln eingestreut hatten, und gingen in den 20 Minuten, die wir sie mit geschlossenem Deckel nochmals in die Sonne stellten, enorm auf. Viel besser als vorher in der mit Handtuch abgedeckten Schüssel!

Jetzt kam der kniffligste Teil: Je nach Rezept müssen die Zimtschnecken bei 200-275°C um die 10 Minuten backen. Was heißt das übersetzt für unseren Omnia?

Wir haben es mit „voller Flamme“ probiert. Als ich nach 20 Minuten den Deckel lupfte, fühlte sich der Teig noch zu weich an. 10 Minuten später roch es plötzlich leicht verbrannt und tatsächlich waren die Schnecken unten schwarz geworden. Machte aber nichts, das haben wir einfach abgeschnitten. Der Rest schmeckte „köstlich und lecker“, wie die kleine Co-Jägerin mit vollen Backen strahlend verkündete. Beim nächsten Zimtschnecken Backen werden wir es mit etwas weniger Flamme und 25 Minuten Backzeit probieren.

Nach zwei Mal Benutzen, davon ein Mal im Bulli, ist es noch zu früh für eine abschließende Bewertung des OMNIA. Wir müssen auch noch ein bisschen mehr ausprobieren und uns mit der Backzeit einfuchsen. Aber er hat sich auf jeden Fall schon so weit bewährt, dass er weiterhin in unserem Vorrats- und Geschirrschrank mit uns auf Reisen gehen darf.

Habt ihr selbst schon mit einem OMNIA gebacken und vielleicht Tipps für uns?

Auch Rezeptideen nehmen wir gerne in den Kommentaren entgegen!

Und wenn es euch jetzt so geht wie uns als wir das erste Mal vom OMNIA hörten und ihr jetzt SOFORT auch einen haben wollt, dann tut uns doch einen Gefallen und bestellt ihn über diesen affiliate Link. Das kostet euch keinen Cent mehr, aber wir bekommen darüber eine kleine Provision von Amazon, die dazu beiträgt, dass wir diesen Blog weiterhin betreiben können. Danke!

Über den tollen Zimt schreibe ich irgendwann noch mal einen eigenen Artikel. Für den Moment nur so viel: Er wird von zwei Berliner Globetrotter direkt aus Asien importiert und seit ich ihn das erste Mal auf dem Wochenmarkt am Maybachufer in Berlin-Neukölln probieren durfte (sie sind regelmäßig Dienstags und Freitags mit ihren Gewürzen dort), verwenden wir nur noch diesen. Für Nicht-Berliner: Man bekommt ihn auch online.

Disclaimer: Der oben abgebildete Omnia wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Fresh baked good while traveling — fine idea. And I also like your drying racks!!

  2. Hallo, wir nutzen zum Backen den passenden Silikoneinsatz. Damit brennt nichts so leicht an und die Reinigung ist hinterher einfacher.

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