Instagram-Jahresrückblick 2018: unser Jahr in 12 Bildern

Jahresrückblick der Jäger des verlorenen Schmatzes in 12 Bildern.

2018, Du verrücktes Jahr, in dem der Sommer sechs Monate dauerte und wir auf drei Kontinenten unterwegs waren. Dich werden wir wohl so schnell nicht vergessen!

Begrüßt haben wir Dich in Mexiko, die letzten Wochen haben wir in Afrika verbracht und dazwischen waren wir gefühlt ein halbes Jahr im Dauerurlaub, weil wir diesen unglaublichen Sommer fast jedes Wochenende mit einem Campingausflug ausgekostet haben. In den Kita-Ferien waren wir dann sogar richtig lange am Stück auf Dachzelt-Safari in Brandenburg unterwegs.

Wir sind nicht nur viel gereist in diesem Jahr, wir haben auch viele Schmätze entdeckt und probiert. Die unglaublich vielseitige, frische Küche Mexikos, die beweist, dass man mit einer einzigen Basiszutat – Mais – sehr kreativ kochen kann. Das immer wieder überraschende Genusshandwerk in Brandenburg. Die Küsten-Küche Kroatiens, die mich mit frischem Fisch und Meeresfrüchten begeisterte. Naturwein-Bars in meiner Nachbarschaft, in die mich eine befreundete Food-Journalistin aus Singapore mitnahm. Ein Kreuzberger Imbiss, der gerettete (abgelaufene) Lebensmittel in Wan Tans mit köstlicher Überraschungsfüllung verwandelt. Und nicht zu vergessen: Unsere eigene Küche, in der wir mit selbst gebrautem Tonic Water, Cold Brew Kaffee und „Jamaika“-Limonade experimentiert haben.

Weil das hier ein Jahresrückblick in Bildern werden soll, höre ich jetzt mal auf mit dem Schreiben und zeige euch meine 12 Lieblingsmomente aus den letzten 12 Monaten.

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Sechs Wochen Afrika: Wir wollen nochmal reisen vor der Einschulung

2018-11-5__Ruanda--Uganda (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Wer hat an der Uhr gedreht…?? Im nächsten Sommer wird die kleine Co-Jägerin schon ein Schulkind! Was das für uns Zugvögel bedeutet, ist klar: Wir müssen unsere Reisefreiheit nochmal voll auskosten. Wenn ihr Lust habt, nehmen wir euch mit auf unseren Backpacking-Trip durch Ruanda und Uganda.

Nochmal verreisen, bevor das Kind in die Schule kommt und man fortan nur noch in den Ferienzeiten von der Leine gelassen wird – dieser Gedanke ist euch wahrscheinlich vertraut, wenn ihr genauso gerne in der Welt unterwegs seid wie wir. Vielleicht habt ihr euer „letztes Mal“ sogar schon hinter euch? Unser ganz persönlicher Countdown hat ja schon vor über einem Jahr zu ticken begonnen – damals habe ich Hals über Kopf Flüge nach Mexiko gebucht. Aber seit den Sommerferien, unseren letzten in der Kita (waaaaaah!), wird es wirklich ernst. Woche um Woche fliegt an uns vorbei. Der Jahrhundertsommer, den wir mit Dachzelt-Camping in Brandenburg genossen haben, wurde tatsächlich irgendwann von einem Herbst abgelöst. Inzwischen sind die Bäume fast kahl, die Supermärkte drohen bereits mit Weihnachten.

Allerhöchste Zeit, Berlin mit dem Rucksack auf dem Rücken, das Kind an der Hand, ach Quatsch: vorne weg hüpfend, zu verlassen!

Wieso gerade nach Afrika, fragt ihr euch vielleicht. Nochmal gechillt mit dem Kind wegfahren, bevor die Schule losgeht – da stehen für die meisten eher andere Regionen oben auf der Liste. Das Schlimme an Afrika ist ja: Selbst wer noch nie da war, hat sofort Bilder und Schlagzeilen im Kopf, und leider sind viele davon nicht positiv. Und ich gebe zu, die Versuchung war da, nochmal nach Mexiko zu fliegen, denn da gibt es noch so viel zu entdecken. Alleine kulinarisch! Der Co-Jäger allerdings wollte gerne nach Afrika. Seit er als Kind in Nambia war, hat ihn der Kontinent völlig geflasht. Meine erste Begegnung mit Afrika hatte ich zwar erst als Erwachsene, aber auch ich erinnere mich an das intensive Gefühl, von etwas berührt zu werden, das mir auf ganz wunderbare Weise absolut fremd ist. Und wir sind beide überzeugt davon: Gerade wenn man mit Kind reist (und erst recht als Kind), hat man die Chance, ein Land, eine Region abseits der bekannten Bilder zu entdecken.

Damit war die Entscheidung getroffen. Also fast. Denn in sechs Wochen kann man ein, höchstens zwei (dann aber kleine) Länder bereisen.

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Kulinarischer Brandenburg-Ausflug: Kürbisse und Kraniche

20150918_titel_KuerbisKranichLinum

Das Ausflugsziel im Kurzcheck:

Erreichbarkeit ab Berlin? Auto ca. 1h; per Bahn bis Bhf Nauen (ca. 40 min) und dann 20 km mit dem Rad oder bis Bhf Neuruppin (ca. 1h 20 min) und dann 23 km mit dem Rad.
Kindertauglich? kein spezielles Kinderangebot, die vielen unterschiedlichen Kürbisse selbst sind aber (je nach Alter des Kindes) spannend
Gläserne Produktion/Hof? Georg Rixmann und Sabine Schwalm beantworten freundlich alle neugierigen Kürbisfragen (und auch viele zu den Kranichen)
Hofladen? Ja
Gastronomie? Nein
Übernachtungsmöglichkeit? zum Beispiel in der Landpension Adebar direkt in Linum
Lässt sich verbinden mit …? Einkauf und/oder „Bauerngolf“-Ralley auf dem Ökohof Kuhhorst; Besuch der Ziegenkäserei Karolinenhof.

Die meiste Zeit des Jahres ist das „Storchendorf Linum“ einfach ein beschaulicher Ort nordwestlich von Berlin. Die Landschaft ist hier ziemlich flach, es gibt auch nicht so viele Seen wie weiter im Norden Richtung Mecklenburg, dafür jede Menge Ackerland. Wenig spektakulär, könnte man meinen. Wenn man allerdings im Oktober dorthin fährt, kann es passieren, dass die Autos an der schmalen Hauptstraße, die durch den Ort führt, in zweiter Reihe parken.

Wenn der Spätsommer in den Herbst übergeht, kommen nämlich die Kraniche. Die Gegend ist einer der Rastplätze der Zugvögel auf ihrer Reise Richtung Süden. Zu Hunderttausenden sitzen die großen Vögel dann auf den Äckern und fliegen trompetend, krähend, rufend in kleinen und großen Formationen über den Himmel. Selbst für Leute, die Vogelbeobachtungen für ein etwas schrulliges Hobby halten, ist der Kranichzug nach Süden ein beeindruckendes Spektakel. Am meisten Action ist morgens, wenn die Vögel von ihren Schlaf- zu ihren Fressplätzen fliegen, und abends, wenn sie wieder zurück kommen. Aber Bewegung ist eigentlich den ganzen Tag über. Uns kam es vor wie ein gigantisches Familientreffen. Wann immer ein Trüppchen angeflogen kam, posaunten alle anderen ihr Willkommen und sofort setzte eine rege Unterhaltung ein.

Mit den Kranichen kommen auch die Touristen. Das sollte man einfach wissen, wenn man an einem sonnigen Herbstwochenende einen Ausflug nach Linum plant – sei es nun, um Vögel zu beobachten, oder um – unser kulinarischer Ausflugstipp – in Linum Kürbisse zu kaufen.

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Was ihr auf der Insel Rab unbedingt probieren müsst: die Rabska Torta (essen & selbst backen)

20180730_titel2__Rabska Torta Insel Rab Kroatien (c) www.JaegerDesVerlorenenSchmatzes.de

Auf der Insel Rab wird bis heute eine ganz besondere Torte gebacken, die Benediktiner-Nonnen im 12. Jahrhundert anlässlich eines Papst-Besuches auf der Insel erfanden. Im Etno Museum kann man zusehen, wie sie gemacht wird – und darf sogar mithelfen. Verkostet wird natürlich auch!

Für eine Torte sieht die Rabska Torta ziemlich ungewöhnlich aus: Traditionell hat sie die Form einer gezackten Schnecke – was an das obere Ende des Hirtenstabs des Papstes erinnern soll, dem zu Ehren sie einst erfunden wurde. Und sie ist ziemlich flach, nur etwa zwei Finger hoch. Außerdem soll sie köstlich schmecken, ein bisschen wie Marzipan.

Diese Spezialität musste ich auf meinem Kurztrip nach Kroatien natürlich probieren! Mehrere Bäckereien auf der Insel backen die Rabska Torta, aber der mit Abstand beste Ort, um sie auf Rab zu verkosten, ist das Museum „Kuća Rabske Torte“!

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Das süße Leben in Kroatien: mein Kurztrip nach Rijeka und auf die Insel Rab

20180720__titel__Insel Rab Blick auf die Altstadt (c) www.JaegerDesVerlorenenSchmatzes.de

Lange bevor ich geboren wurde, haben meine Großeltern auf der kroatischen Mittelmeerinsel Rab ihren allerersten Urlaub verbracht. Als ich unter duftenden Pinien zum Strand spaziere und anschließend durch die Gassen der historischen Altstadt, frage ich mich: Hat sich Rab seitdem überhaupt verändert?

Zikaden zirpen vor meinem Balkon. Für mich ist dieses Geräusch das lautstarke „Ommmmmmm“ heißer Sommertage. Kaum höre ich es, bin ich im Urlaubsmodus. Hier kommt auch noch der Duft der Pinien dazu. Und das Beste: Jedes Mal wenn ich auf meinen Balkon trete, haben sich Licht und Stimmung verändert. Ich liebe diese dramatischen Himmel am Meer.

Der Ausblick aber (den ich übrigens auch vom Bett aus habe…. kann ich den bitte nach Berlin mitnehmen?!) bleibt: Über einen kleinen Park hinweg geht er auf die Raber Altstadt, die sich mit verschachtelten, terrakottaroten Dächer, aus denen vier Kirchtürme spitzen, auf eine kleine Landzunge kuschelt. An der Hafenpromenade ankern Yachten, auf denen man sich eine Kajüte fürs Inselhopping mieten kann.

20180720__Insel Rab Blick auf die Altstadt (c) www.JaegerDesVerlorenenSchmatzes.de

Erstmal durchatmen. Und ankommen: Auf einer von über 1000 kroatischen Inseln, die das unglaublich klare, türkisfarbene Meer entlang der fast 1800 Kilometer langen Küste sprenkeln. Wie viele es genau sind, darüber sind sich selbst die Kroaten uneins. Ist bei so vielen kleinen und kleinsten unbewohnten Inseln aber auch schwierig: Was zählt man mit, was ist nur noch ein Steinhaufen im Meer?

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