Oaxaca mi amor: Liebeserklärung an einen besonderen mexikanischen Ort

20180427_titel-1_Oaxaca Strassenszene (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Kulinarische Hauptstadt Mexikos. Zentrum des indigenen Kunsthandwerks. Unesco Weltkulturerbe. Wir hatten so viel gehört über Oaxaca und entsprechend hohe Erwartungen … und die wurden tatsächlich noch übertroffen

An unserem ersten Abend in Oaxaca, es war wenige Tage vor Weihnachten, saßen wir im T-Shirt auf unserer noch sonnenwarmen Dachterrasse und konnten unser Glück kaum fassen. Im Licht der Dämmerung lag uns die Stadt zu Füßen. Hier und da ragten aus dem Meer der flachen Hausdächer mächtige Kirchtürme, steinerne Zeugen der Kolonialzeit. Berge umarmten die Stadt von allen Seiten, einige schienen zum Greifen nah. Etwas weiter entfernt entdeckten wir Monte Albán mit seiner auffällig flachen Kuppe. Seine Spitze wurde vor über 2000 Jahren von den Zapoteken abgetragen, um darauf eine Stadt zu errichten. Wir konnten es nicht abwarten, sie uns anzuschauen.

Eine Katze maunzte auf dem Nachbardach. Auf der Straße unter uns brummte ein Bus vorbei. Hier oben erlaubte uns Mexiko eine kleine Verschnaufpause von all dem Trubel und Lärm, der für das Land eben auch typisch ist. Und wir erlagen, schon am ersten Abend, Oaxacas Zauber. Wir hatten das Gefühl, die nettesten Gastgeber mit dem schönsten Haus der ganzen Stadt gefunden zu haben, das noch dazu in einem absolut charmanten Stadtteil lag. Ziemlich weit oben am Berg – deshalb auch der tolle Ausblick – und trotzdem nur zehn Minuten zu Fuß vom historischen Zentrum entfernt. Mit dem womöglich besten Wochenmarkt der Stadt gleich um die Ecke (dazu später mehr!).

20180427_Oaxaca Dachterrasse -1 (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Magische Morgenstunde auf unserem Dach

Am nächsten Morgen saßen wir wieder dort oben. Dass wir dafür unzählige Male die kleine Wendeltreppe hinauf laufen mussten, um den Frühstückstisch in der Sitzecke auf dem Dach zu decken, war es uns wert. Mit Blick auf die Stadt und die Berge, über denen die Sonne gerade aufging, begannen wir jeden Morgen. Und wir hätten auf unserer Terrasse sicher ganze Tage verbummelt, wäre es nicht spätestens gegen 10 Uhr zu heiß geworden dort oben. Dann packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns auf, Oaxaca zu erkunden. Weiterlesen

7 krasse Dinge, die es nur in Mexiko gibt – und die ihr mal probieren solltet

Blumen-Mango am Stil mit neonbunten Streusseln

Spezialitäten? Delikatessen? Kulinarische Kuriositäten? Keiner dieser Begriffe trifft es eigentlich wirklich. Deshalb also: Dinge – mal essbar, mal trinkbar. Lest selbst, was wir in Mexiko entdeckt und gekostet haben. Was davon würdet ihr auch gerne mal probieren?

Calaverita de azúcar (Totenkopf aus Zucker)

7 krasse Delikatessen in Mexiko - Totenkopf aus Zucker (c) www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Fangen wir mal mit dem harmlosesten an. „Wie? An einem Totenkopf zu knabbern soll das harmloseste sein?!“ Wenn ihr das gerade gedacht habt, wart ihr offenbar noch nie in Mexiko. Totenköpfe gehören dort untrennbar zur Kultur, ja, zum Alltag (und fehlen inzwischen sogar in keinem Souvenirshop). Warum das so ist? In Mexiko wird mit dem Tod anders umgegangen als hierzulande. Ein Mal im Jahr, am 2. November, wird ein fröhliches Fest zu Ehren der Verstorbenen gefeiert, denn man glaubt, dass sie an diesem Tag zu Besuch aus dem Jenseits kommen (davon erzählt der Kinofilm „Coco“ wunderschön – und sogar kindertauglich!). Bunt bemalte Totenköpfe und Skelette sind also in Mexiko allgegenwärtig. Zucker (leider) auch. Also war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf die Idee kam, aus Zuckermasse einen bunten Totenkopf zu gießen (ausführlicher erklärt wird der Brauch hier, allerdings auf Spanisch). Geschmacklich ist es tatsächlich einfach nur PAPPSÜß. Aber wenn ihr Kinder habt, werden sie diese ungewöhnliche Süßigkeit sicher so schnell nicht vergessen.

Mango-Blume mit neonbunten Streußeln

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Soeben erschienen: mein Ausflugsführer „Kulinarisches Brandenburg“

Ausflugsführer "Kulinarisches Brandenburg. Über 100 Ausflüge zu Manufakturen und Hofläden"

Wer uns auf Instagram folgt, weiß, dass ich letzten Sommer richtig viel in Brandenburg unterwegs war, um Material für ein Buch zu recherchieren. Jetzt ist mein kulinarischer Brandenburgführer erschienen!

Ich habe Brandenburg schon in Wanderschuhen, per Rad, auf dem Pferderücken, mit einem Floß und im Motorboot erkundet. In letzter Zeit bin ich besonders gerne mit unserem Bulli durch Deine Alleen gebrummt, die kleine Co-Jägerin an Bord, und habe auf Bauernhöfen gecampt. Wenn Freunde einen Ausflug planten, einfach mal wieder raus wollten aus der Stadt, haben sie oft mich nach einem Tipp gefragt. Ab sofort habe ich sogar über 100!

100 Ausflugstipps für Menschen, die sich für gutes Essen und seine Herkunft interessieren,

für Hofläden, Manufakturen, bäuerliche Landwirtschaft und typisch brandenburgische Spezialitäten. Plus alle möglichen Entdeckungen links und rechts des Wegesrandes, die sich mit dem Ausflug verbinden lassen. Während ich schon am Schreibtisch saß und in die Tasten haute, sind mir immer noch neue Ausflugsziele unter gekommen, die ich noch nicht kannte. Deshalb freue ich mich auch schon sehr auf den Sommer! Ach was: Frühling! Es gibt so viel zu entdecken.

Mein Buch „Kulinarisches Brandenburg. Über 100 Ausflüge zu Manufakturen und Hofläden“ ist im Trescher Verlag erschienen. Es hat 176 Seiten, enthält über 120 Farbfotos und Karten der einzelnen Regionen. Es kann ab sofort beim Trescher Verlag oder beim Buchhändler eures Vertrauens vorbestellt werden und kostet 14,95 Euro.

Mexiko-Reise mit Kind: „Passt bloß auf!!!“

An den Maya-Ruinen von Coba fühlten wir uns wie Indiana Jones

Alleine als Frau mit Kleinkind nach Mexiko. Offenbar schrillen da bei vielen Leuten sämtliche Alarmglocken. Immer wieder wurde ich vor der Abreise gewarnt: „Passt bloß auf!!!“ Wie ich unseren fünfwöchigen Roadtrip durch Mexiko vorbereitet habe und welche Gefahren uns unterwegs tatsächlich begegnet sind, erzähle ich euch hier. 

Jetzt sind wir also wohlbehalten wieder zurück in Deutschland, die kleine Co-Jägerin und ich. Wobei „wohlbehalten“ die Untertreibung des Jahres ist. Sobald mich jemand fragt, wie es denn in Mexiko war, habe ich ein breites Grinsen im Gesicht und erzähle begeistert vom Schwimmen in Tropfsteinhöhlen-Cenoten auf der Yukatan-Halbinsel, von der unglaublich guten Molesoße, die ich an einem Marktstand in Oaxaca gegessen habe, vom Frida Kahlo Museum in Mexiko City, das meiner vierjährigen Tochter tatsächlich genauso gut gefallen hat wie mir, von unserem Ausflug an den Fuß des rauchenden Popocatepetl und von unseren AirBnB-Gastgebern, unter denen so wunderbare Menschen waren, dass wir uns trotz der Ortswechsel während unseres Roadtrips sehr zuhause gefühlt haben. Sogar Montezuma hat uns mit seiner gefürchteten Rache verschont. Wir konnten uns völlig ungestört durch Mexikos Märkte und Restaurants schnabulieren 🙂

Die ständigen Warnungen vor unserer Mexikoreise, gut gemeint hin oder her, haben mich allerdings ganz schön gestresst. Jetzt kann ich es ja zugeben 😉 Und das, obwohl ich wirklich schon viel gereist bin und weiß, dass ich mich an neuen Orten gut zurecht finde und dass ich meinem Bauchgefühl vertrauen kann was Menschen angeht und das Vermeiden eventuell brenzliger Situationen. Zum Glück, bin ich ein „Jetzt erst recht“-Typ, sonst wäre uns eine wirklich wunderbare Reise entgangen!

Denkt ihr gerade selbst über einen Roadtrip mit Kind durch Mexiko nach, seid euch aber noch unsicher, ob das das Richtige für euch ist? Dann habe ich hier einige Tipps für euch, die euch die Entscheidung vielleicht erleichtern.

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Instagram-Jahresrückblick 2017: Unser Jahr in 12 Bildern

20171215_titel_Instagram Jahresrueckblick 2017 © Jägerdesverlorenenschmatzes

Israel, Fuerteventura, Portugal, Schweden, Brandenburg, Litauen und jetzt gerade Mexico: Ein Jahr voller kulinarischer Reiseabenteuer liegt hinter uns. In 12 Bildern reisen wir noch einmal zurück durch ein buntes Jahr 2017. Los geht’s mit dem Dezember, mit einem Foto aus Mexiko, denn da sind wir ja gerade. Ay ay ay!

Unser Instagram-Favorit im Monat Dezember

Unser Instagram-Favorit im Monat November

Der November brachte viele, viele Überstunden (ja-ha, so eine fünfwöchige Reise will gut vorgearbeitet sein, das soll hier mal nicht verschwiegen werden), aber auch viel, viel Vorfreude auf unseren Mexiko-Trip. Und eine mexikanische Fiesta zum Día de los Muertos. Steht mir ausgezeichnet, oder? Weiterlesen