Das süße Leben in Kroatien: mein Kurztrip nach Rijeka und auf die Insel Rab

20180720__titel__Insel Rab Blick auf die Altstadt (c) www.JaegerDesVerlorenenSchmatzes.de

Lange bevor ich geboren wurde, haben meine Großeltern auf der kroatischen Mittelmeerinsel Rab ihren allerersten Urlaub verbracht. Als ich unter duftenden Pinien zum Strand spaziere und anschließend durch die Gassen der historischen Altstadt, frage ich mich: Hat sich Rab seitdem überhaupt verändert?

Zikaden zirpen vor meinem Balkon. Für mich ist dieses Geräusch das lautstarke „Ommmmmmm“ heißer Sommertage. Kaum höre ich es, bin ich im Urlaubsmodus. Hier kommt auch noch der Duft der Pinien dazu. Und das Beste: Jedes Mal wenn ich auf meinen Balkon trete, haben sich Licht und Stimmung verändert. Ich liebe diese dramatischen Himmel am Meer.

Der Ausblick aber (den ich übrigens auch vom Bett aus habe…. kann ich den bitte nach Berlin mitnehmen?!) bleibt: Über einen kleinen Park hinweg geht er auf die Raber Altstadt, die sich mit verschachtelten, terrakottaroten Dächer, aus denen vier Kirchtürme spitzen, auf eine kleine Landzunge kuschelt. An der Hafenpromenade ankern Yachten, auf denen man sich eine Kajüte fürs Inselhopping mieten kann.

20180720__Insel Rab Blick auf die Altstadt (c) www.JaegerDesVerlorenenSchmatzes.de

Erstmal durchatmen. Und ankommen: Auf einer von über 1000 kroatischen Inseln, die das unglaublich klare, türkisfarbene Meer entlang der fast 1800 Kilometer langen Küste sprenkeln. Wie viele es genau sind, darüber sind sich selbst die Kroaten uneins. Ist bei so vielen kleinen und kleinsten unbewohnten Inseln aber auch schwierig: Was zählt man mit, was ist nur noch ein Steinhaufen im Meer?

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Unsere kulinarische Sommer-Safari: mit dem Dachzelt durch Brandenburg

Mit dem PKW und Dachzelt durch Brandenburg: frei campen und gut essen

Der diesjährige Sommer geht ja gefühlt schon ein halbes Jahr – und jetzt sind endlich auch Ferien! Da hält die Jäger des verlorenen Schmatzes natürlich nichts in der Stadt. Denn Hochsommerhitze macht zwischen Beton und Asphalt so gar keinen Spaß und direkt vor den Toren der Stadt beginnt schließlich: Brandenburg!

20180730_Fischraeucherei__mit Dachzelt durch Brandenburg (c) www.JaegerDesVerlorenenSchmatzes.deWer jetzt denkt: ‚Na und?! Was will ich denn in Brandenburg?‘, der kennt das unterschätzte Bundesland offenbar noch nicht und sollte dringend meinen Ausflugsführer „Kulinarisches Brandenburg“ kaufen 🙂

Wir jedenfalls freuen uns auf einen Roadtrip durch die Prignitz, die zu Deutschlands dünnbesiedeltsten Regionen gehört (also das Gegenteil zu unserer Homebase Berlin-Kreuzberg), auf das Ruppiner Land mit seinen vielen Seen, Flüssen und Kanälen (perfekt bei dieser Hitze) und die buckeligen Pflasterstraßen und von Obstbäumen gesäumten Allen in der Schorfheide, die zu dieser Jahreszeit voller reifer Zwetschgen, Äpfel, Birnen und Mirabellen sitzen. 20180730__Stallkino_mit Dachzelt durch Brandenburg (c) www.JaegerDesVerlorenenSchmatzes.de

Und natürlich freuen wir uns auf unsere alte Bekannte Uckermark, die manche wegen ihrer sanften Hügel im ansonsten recht platten Bundesland liebevoll die „Toskana Brandenburgs“ nennen… und in einem Artikel kürzlich sogar „die Hamptons der Berliner“. Naja, also ich hoffe sehr, dass die Uckermark noch lange so urwüchsig und unprätentiös bleibt und eher (Lebens-)Künstler und Bulli fahrende Berliner anzieht.
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Cold Brew: Noch nie hat kalter Kaffee so gut geschmeckt [mit Rezept]

20180716_titel__cold brew__(c) www.JaegerDesVerlorenenSchmatzes.de

Wer gerne Kaffee trinkt, sollte unbedingt mal Cold Brew probieren! Das ist kalt gebrauter Kaffee, der trotzdem reichlich Koffeein hat – aber einen ganz anderen Geschmack. Mit diesem Rezept könnt ihr ihn ganz einfach selbst herstellen!

Habt ihr schon mal Cold Brew probiert? In Berlin erobert dieses Kaltgetränk gerade die Hipstercafés und Clubs und anscheinend auch die ersten Büros. Was mich zumindest so neugierig gemacht hat, dass ich auch mal probieren wollte – und jetzt ein neues Lieblingsgetränk habe.

Wer konventionell gebrühten Kaffee mag, sei es nun Filterkaffee oder Espresso, wird von dem Geschmack wahrscheinlich sehr überrascht sein, denn statt nach Röstaromen schmeckt es auf einmal fruchtig und schokoladig, aber dafür weder bitter noch sauer. Es fehlen also genau die Geschmacksnuancen, die vielen Leuten den Kaffeegenuss verleiden, weil er ihnen zum Beispiel auf den Magen schlägt. Interessanterweise, das habe ich selbst gerade erst gelernt, sind ebendiese Röstaromen zwar für die meisten Kaffeetrinker gleichbedeutend mit „Kaffeegeschmack“, je nach Intensität der Röstung übertünchen sie jedoch das eigentliche Aroma der Kaffeebohnen. Übrigens enthält Cold Brew trotzdem reichlich Koffeein: Manche sagen, genau so viel, andere behaupten, sogar mehr als heiß gebrühter Kaffee.

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Rezension: „In der Wildnis bin ich frei. Mein Leben in den Wäldern Neuseelands“

titel_Buchcover-In-der_Wildnis-bin-ich-frei (c) www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de

In einem Restaurant in Süd-Indien lernt die 24-jährige Miriam den 30 Jahre älteren Peter kennen. Nachdem sie einige Zeit gemeinsam durch Asien gereist sind, folgt die Niederländerin dem Neuseeländer in sein Heimatland. Dort arbeitet sie zunächst als Sportlehrerin und beide führen ein sesshaftes Leben – bis die Abenteurer beschließen, in die neuseeländischen Berge zu gehen und dort ein Jahr lang in der Wildnis zu leben. Am Ende des Buches sind es insgesamt sechs Jahre, die die beiden fernab der Zivilisation an verschiedenen Orten auf der Nord- und Südinsel verbracht haben, gekrönt von einer Wanderung auf dem Fernwanderweg Te Araroa, der sie von Cape Reinga quers Land bis nach Bluff führt. 

Miriam Lancewood erzählt mit großer Ehrlichkeit und einer guten Prise Humor, wie die beiden sich langsam an ein Leben als Aussteiger herantasten. Sie beschreibt ihre Ängste ebenso eindrücklich wie die Gefahren, denen sie fernab der Zivilisation begegnen. Besonders stark jedoch wird ihre Erzählung immer dann, wenn sie die neuseeländische Natur beschreibt: Ihre Verbundenheit mit der Natur ist so deutlich zu spüren als würde man tatsächlich an ihrer Seite durch die einsamen Täler streifen oder auf Ziegenpfaden Berggipfel überwinden.

Für das (zunächst) geplante erste Jahr wollen sich die beiden jeweils mit Vorräten für drei Monate ein Basislager in der Wildnis suchen, von dem aus sie die Umgebung erkunden und auf die Jagd gehen wollen. Schon der Versuch, die allererste Einkaufsliste zu schreiben, ist ein spannendes Unterfangen. „Wie viele Tassen Tee trinkst Du am Tag, Lieblings?“, fragt Peter seine Frau, um anhand dessen den Bedarf hochzurechnen. Kniffliger wird es bei Grundnahrungsmitteln wie Reis, Linsen, Öl, Zucker, Mehl. Wie viel sie davon wohl brauchen werden, hängt unmittelbar damit zusammen, wie viel sie jagen und sammeln können – und das genau abzuschätzen, ist schwierig. Allerdings können die beiden nicht auf gut Glück mehr Lebensmittel einzupacken, denn sie müssen ab dem Ende des mit einem 4WD befahrbaren Weges (wohin gute Freunde sie jeweils bringen) jeden Sack und jedes Kilo auf dem Rücken ins Basislager tragen. Teilweise sind das zwei Tagesmärsche – in eine Richtung.

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Yucatan (fast) ohne Touristen – Teil 5: Unsere Tipps für Playa del Carmen

Auch Playa del Carmen hat einen traumhaften Strand und mit etwas Glück ist er (fast) menschenleer

Ganz ehrlich: Auf der Yucatan-Halbinsel habe ich mir oft gewünscht, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Freunde hatten mir von ihren Mexikoreisen vor 20, 30 Jahren vorgeschwärmt: Wie sie sich in Tulum tatsächlich fühlten, als hätten SIE gerade diese Pyramide im Dschungel entdeckt. Einfach weil es dort keine anderen Touristen gab. Oder den palmengesäumten Strand, an dem damals eben noch keine Hotels und Liegestühle standen. Seufz. Inzwischen ist die Yucatan-Halbinsel leider kein Geheimtipp mehr. Und trotzdem ist sie auch für Menschen wie uns, die lieber individuell reisen, eine Reise wert – alleine wegen seiner Traumstrände und Cenoten. Wir haben deshalb die Herausforderung angenommen und nach Orten gesucht, an denen wir die Touri-Blase verlassen können. Und sind tatsächlich fündig geworden!

Teil 5: Playa del Carmen

Nachdem unser Mexiko-Roadtrip uns ins Landesinnere geführt hatte, wollte ich gerne vor unserem Rückflug noch ein paar Tage am Strand verbringen. Ein bisschen aufs karibische Meer schauen, bevor wir zurück in den Winter fliegen würden. Nach einigem hin und her Überlegen entschied ich mich für Playa del Carmen – obwohl ich wusste, dass die Küste dort von großen Hotels dominiert wird und die Stadt für ihre Partymeile, die Quinta Avenida, berühmt ist. Die Nähe zum internationalen Flughafen allerdings ist unschlagbar (so gerne ich auch nochmal zur Cenote Encantada zurück gekehrt wäre – ich hatte keine Lust auf drei Stunden Reisezeit bevor wir überhaupt ins Flugzeug steigen). Und mit Goretty als Gastgeberin fanden wir schließlich ein ideal gelegenes, freundliches AirBnB-Apartment nur wenige Blocks vom Strand entfernt.

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