Frischen Fisch blitzschnell räuchern – zu Hause oder auch beim Campen [Rezept]

20170806_titel_Fisch räuchern leicht gemacht zuhause und beim campen (c) J.Bolz__Jaegerdesverlorenenschmatzes.de

Frisch geräucherter, noch warmer Fisch schmeckt einfach köstlich. Wie einfach und mit wie wenig Zubehör man Fisch selbst räuchern kann, haben wir von Maori-Koch Charles Royal in Neuseeland gelernt. Wir zeigen euch, wie es geht! 

Angeln ist nicht jedermanns Sache, deshalb eines gleich vorneweg: Diese Anleitung funktioniert auch wunderbar mit Fisch vom Fischhändler!

Auch für Anfänger toll: Angeln in Schweden - hier mit den befreundeten Bloggern von 58gradnord.com

Auch für Anfänger toll: Angeln in Schweden (hier mit der befreundeten Bloggerfamilie von 58gradnord.com)

Wir Jäger des verlorenen Schmatzes halten auf unseren Roadtrips allerdings gerne mal die Angel ins Wasser. Vor allem, wenn das so unkompliziert geht wie zum Beispiel in Schweden: Wir brauchten keinen Angelschein und konnten direkt vom Vermieter unseres Ferienhäuschens eine „fiskekort“ kaufen (für eine Woche hat sie uns 50 Kronen/ca 5 Euro gekostet und galt für die ganze Familie). An der schwedischen Küste darf man sogar ganz ohne Lizenz angeln. Das gleiche gilt für Neuseeland (wo wir unsere ersten Versuche unternommen haben): Überall am Meer darf man einfach so seine Angel auswerfen, nur für Flüsse uns Seen muss man eine Lizenz kaufen; ein Angelschein ist ebenfalls nicht nötig. In Bosnien und Montenegro haben wir es den Einheimischen nachgemacht und hier und da einfach unsere Angel ausgepackt.

Campingtauglich: So haben wir in Montenegro unsere frisch geangelte Forelle geräuchert

Campingtauglich: So haben wir in Montenegro unsere frisch geangelte Forelle geräuchert

Auch deshalb lieben wir diese Räuchermethode, denn sie funktioniert sogar auf einem kleinen Campinggaskocher und mit den wenigen Küchenutensilien, die wir in unserem VW Bus dabei haben. In Schweden habe ich das Räuchern erstmals auf einem Cerankochfeld probiert und selbst das hat geklappt – der Fisch schmeckte anschließend allen. Eine Gasflamme wird allerdings meine erste Wahl bleiben, die Hitze lässt sich damit einfach besser dosieren.

Diese Zutaten braucht ihr, um euren Fisch nach der super simplen Methode des Maori-Kochs Charles Royal zu räuchern    

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Schöner Campen: Hier findet ihr Stellplätze auf Bauernhöfen und in privaten Gärten

20170711_titel_Schöner Campen alternativ auf Bauernhöfen privat kulinarisch budget (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Ihr habt Lust auf Camping, aber nicht auf Campingplätze? Ihr wollt in die Natur und am liebsten dahin, wo sich die Leute nicht gegenseitig auf die Füße treten? Ihr wünscht euch einen Stellplatz mit viel Freiraum, um eure Kinder einfach mal ihr Ding machen und spielen zu lassen?

Wenn die Jäger des verlorenen Schmatzes mit dem Bulli oder Zelt unterwegs sind, sei es nun übers Wochenende oder länger, dann campen wir gerne so naturnah wie möglich. Als Ausblick vor unserem Zelt mögen wir lieber Wiesen, Felder und Wälder als den Zaun und die Satellitenschüssel des Dauercampers gegenüber. Parzellierte Campingplätze, auf denen man dicht an dicht steht, sind für uns das Grauen.

Weil freies Campen leider nicht überall so wunderbar einfach ist wie etwa in Bosnien oder Montenegro, gibt es inzwischen einige Communities und Anbieter, die Campen auf Privatgrundstücken, auf Bauernhöfen und in Vorgärten ermöglichen. Offenbar teilen doch so einige Menschen unsere Sehnsucht nach „wildem“ Camping 🙂 Weitere Pluspunkte: die meisten Stellplätze sind ein Traum für Kinder (zumindest, wenn man darunter nicht Spielplatz, Pool und Animation versteht), sie sind üblicherweise ziemlich günstig und man lernt dort oft die nettesten Menschen kennen.

Weil die Ferien vor der Tür stehen, fassen wir heute mal die uns bekannten Anbieter für Camping „wie bei Freunden“ in einem Blogpost zusammen. Diese Art zu Campen ist übrigens ideal für Kurzentschlossene!

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Auf nach Gränna: Hier werden Schwedens Zuckerstangen gemacht – und ihr dürft es auch mal versuchen!

20170705_titel_Grenna_Schwedens Süssigkeiten-Hauptstadt (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Die kleine Co-Jägerin und ich stehen inmitten von fröhlich-bunten Bonbons, Zuckerstangen und Lollis vor einer großen Glasscheibe und es juckt mich in den Fingern. Nicht etwa, weil ich den Zuckerschock fürchte. Okay, doch, ein bisschen schon… Meine Vierjährige hat nämlich schon hier und da probiert. Aber darauf war ich ja vorbereitet, schließlich besuchen wir heute eine der vielen „Polkagriskokeris“, also: Bonbon-Manufakturen, in Schwedens Süßigkeiten-Hauptstadt Gränna.

Nein, es juckt mich deshalb in den Fingern, weil auf der anderen Seite der Scheibe jemand einen riesigen Klumpen Zuckersirup bearbeitet: Er knetet und zieht ihn, schneidet Stücke mit einer großen Schere ab, beklebt ihn mit bunten Streifen, rollt und dreht ihn. Das würde ich ja auch gerne mal probieren!

  • Tipp: Wenn man sich rechtzeitig anmeldet, darf man in der „Grenna Polkagriskokeri“ auch selbst Bonbons herstellen. Der Preis liegt bei 2450 SEK (ca 250 Euro) für 1-8 Personen.

Beim nächsten Besuch werden wir das unbedingt nachholen! Für dieses Mal bleibt uns nur das Zuschauen. Fasziniert beobachten wir, wie die aus Wasser, Zucker und Essig (!) angerührte und erhitzte Masse von einer Maschine luftig geschlagen wird und dabei eine weiße Farbe annimmt. Und wie diese gut formbare aber offenbar gar nicht klebrige Masse dann mit routinierten Handgriffen in Bonbons, Zuckerstangen und Lollis verwandelt wird.

In unserem Video könnt ihr euch das genauer anschauen:

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Verliebt in Småland: Warum wir nach nur einer Woche Bullerbü-Ferien tiefenentspannt sind

20170622_titel_Bullerbü-Ferien in Smaland_Schweden (c) Jäger des verlorenen Schmatzes

Småland ist ein Paradies für Outdoor-Fans und natürlich für kleine und große Astrid Lindgren-Anhänger. Wir sind nach nur einer Woche Familienurlaub total verliebt in die südschwedische Region.

Eine Woche Roadtrip – das klingt erst mal ganz schön kurz. Normalerweise reisen wir auf unserer Jagd nach verlorenen Schmätzen ja gerne extra langsam. Dieses Mal war das anders: Mit den Mädels der befreundeten Blogger-Familie Weltwunderer haben die kleine Co-Jägerin und ich eine Woche in einem Ferienhaus an einem schwedischen See verbracht und jede Menge Ausflüge kreuz und quer durch Småland unternommen. Obwohl das ziemlich viel Fahrerei bedeutete, hat uns Småland mit seinen rot-weißen Holzhäusern, seinen stillen Seen, Wäldern voller Blaubeerbüsche, knorriger Bäume und moosbewachsener Findlinge, mit seinen freundlichen Einwohnern und leeren Landstraßen, die uns zu unseren Ausflugszielen führten, völlig begeistert.

Bullerbü-Ferien in Smaland_Schweden_unser FerienhausDie Entspannung setzte eigentlich schon in dem Moment ein, als wir vor unserem Holzhäuschen anhielten, das auf einer Anhöhe mit Blick auf einen (UNSEREN!) See in der Mittsommer-Sonne da lag.

Bullerbü-Ferien in Smaland_Schweden_Ponies hinterm FerienhausDie Ponies der Nachbarn lugten über den Zaun und nachdem uns unser Vermieter willkommen geheißen hatte, schaute auch das Ehepaar von nebenan bei ihrem Spaziergang mit dem Hund kurz vorbei und begrüßte uns freundlich.

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Wenn im Park der Holunder blüht: Mach Limonade daraus! [MIT REZEPT]

Holunderblüten am Busch

Jedes Jahr, so etwa Anfang Juni, wünsche ich mir, fünf Meter groß zu sein. Oder ausfahrbare Stelzenbeine zu besitzen. Nur für einen einzigen Tag, das würde mir genügen. Mitte Mai etwa fangen nämlich die Holunderbäume an zu blühen, die in dem großen Park am Ende unserer Straße wachsen. Der Volksmund spricht ja vom „Hollerbusch“, aber die Exemplare bei uns sind schon äußerst groß gewachsene Büsche mit ziemlich langen Stämmen. Und gaaaaanz oben, wo die Sonne am kräftigsten draufscheint, sitzen riesige Blütendolden, dicht an dicht. Soweit ich das von hier unten erkennen kann, sind sie schwer von gelben Pollen.

Genau solche Blüten wollen die kleine Co-Jägerin und ich sammeln, um daraus Holunderblütensirup zu kochen. Je mehr Pollen, desto mehr Geschmack anschließend. Idealerweise sammelt man deshalb an einem sonnigen Tag, dem mindestens ein, zwei trockene Tage vorangegangen sind, und nimmt nur weit geöffnete Blüten, die stark duften. An die Dolden ganz da oben kommen wir leider nicht ran, aber im Grunde ist es natürlich gut, dass ein Teil für uns Sammler unerreichbar bleibt, denn wir wollen den Baum ja nicht ratzeputz ableeren. Und so schwirren wir wie zwei Bienchen von Baum zu Baum und legen – schnipp, schnapp, schnipp, schnapp – Blüte um Blüte in unsere mitgebrachte Tüte.

Die kleine Co-Jägerin ist mit Feuereifer bei der Sache und entdeckt die Holunderbäume, die sich gerne zwischen wucherndem Grünzeug und hinter Wänden aus Brennesseln verstecken, oft noch vor mir. „Ganz alleine!!!“ schneidet sie dann die Dolden ab. Zumindest solange mein Bizeps das mitmacht, denn auch sie hat leider keine ausfahrbaren Fünf-Meter-Beine, den Job müssen meine Arme übernehmen.

Wenn wir genug gesammelt haben, tragen wir unsere Beute nach Hause und machen Holunderblütensirup daraus. Und zwar so:

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