Koreanische Eierbrötchen (Gyeran Bbang): Super leckeres Street Food, super einfach selbst gemacht (Rezept)

So werden Gyeran Bbang (koreanische Eierbrötchen) gemacht

Es soll ja Menschen geben, die niemals ohne hart gekochte Eier als Proviant eine Reise antreten. Auch wenn es nur ein Sonntagnachmittagsausflug ist. Und ich muss gestehen: Seit uns die fliegenden Händler in Myanmar vier Wochen lang immer wieder hartgekochte Wachteleier unter die Nase hielten, habe auch ich diesen äußerst praktischen, weil schön portionierten und sättigenden Snack schätzen gelernt. Nur: hartgekochte Eier alleine schmecken ja auf Dauer langweilig. Mal ganz abgesehen vom lästigen Gefriemel mit dem Salz unterwegs.

Umso glücklicher war ich, als ich Gyeran Bbang entdeckte (ähem, auf Instagram… In Korea ist uns dieses Street Food irgendwie entgangen): koreanische Eierbrötchen in Muffinform. Das Rezept klang super simpel, die Fotos sahen extrem appetitlich aus, außerdem lieben wir die koreanische Küche, seit wir uns ein paar Tage lang quer durch Seoul gefuttert haben. Und ich hatte tatsächlich alle benötigten Zutaten bereits im Haus – das kommt ja bei einem neuen Rezept auch nicht sooooo oft vor!

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Hummus nach israelischem Original-Rezept: Ich verrate euch, was ich beim Workshop in Jerusalem gelernt habe

Hummus selbst machen: In Jerusalem habe ich gelernt, wie's geht


Die ganze Welt will lernen, wie man original israelisches Hummus macht: Rastaman Vincente aus Italien, der jüdische Ingenieursstudent Thomas aus Polen, die hochschwangere Lauren aus dem mittleren Westen der USA mit ihrem Mann (die mich die ganze Zeit an die Flanders aus den Simpsons erinnern), der lässige Max aus Australien (obwohl er „keine Ahnung vom Kochen“ hat), sogar Jamie Lanister aus Game of Thrones (oder ein täuschend echter Doppelgänger) mit seinen beiden Kindern (die mit viel Spaß und Geschick bei der Sache sind). Und natürlich ich.

13 Leute sind wir insgesamt, die im Abraham Hostel in Jerusalem um einen langen Tisch herum sitzen und sich drauf freuen, unter Anleitung von Yoni etwas zuzubereiten, das anschließend hoffentlich lecker genug für unser Abendbrot ist. Vor uns stehen Schüsseln voller Kichererbsen (bereits gekocht, ich schnabuliere schnell ein paar) und Tahini (Sesampaste), Flaschen mit Olivenöl, Salzstreuer, Pfeffermühlen, da liegen Büschel frischer Petersilie, Knoblauchknollen und in einer großen Schale Zwiebeln, Tomaten, Gurken, Zitronen. Es ist 19 Uhr. Um uns herum im großen Speisesaal wird bereits lautstark gegessen, gekocht und in allen möglichen Sprachen erzählt. Ich spüre, wie mein Magen knurrt. Das Begrüßungsbier, das ich als Gast an der Hostelbar bekommen habe und an dem ich bereits nippe, braucht dringend Gesellschaft.

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Couchsurfing Israel: mein erstes Fazit nach einer Woche Roadtrip mit Familienanschluss

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Mein Plan war es, mich einmal quer durchs Land zu schnabulieren. Und beim Couchsurfing ein Stück Israel jenseits der Tagesschau-Bilder kennenzulernen. Meine erste Solo-Reise seit langem (genauer gesagt: seit ich Mama bin) war toll – und viel zu schnell vorbei!

„Warum wolltest Du nach Israel kommen?“, ist die Frage, die mir in dieser Woche am häufigsten gestellt wurde. Dem Grenzer am Flughafen habe ich ganz knapp „Urlaub“ geantwortet, bei allen anderen habe ich es mit einer ausführlicheren Erklärung versucht, denn es gab nicht den einen Grund:

  • Weil ich neugierig war auf dieses vielschichtige Land.
  • Weil ich es spannend finde, auf derart historischem Boden zu stehen und das, was man aus Geschichten kennt, in Echt zu erleben.
  • Weil ich auf früheren Reisen und in Berlin schon einige sehr nette Israelis kennengelernt hatte.
  • Weil ich mir wegen der Einwanderer aus aller Welt viele kulinarische Entdeckungen versprach.
  • Weil die Flüge äußerst günstig waren.
  • Weil im Februar der Berliner Winter nicht mehr auszuhalten ist und ich unbedingt ins Warme wollte.
  • Weil mich der Mix aus Meer und Strand, Bergen und Wüste, historischen und modernen Städten reizte.
  • Weil ich schon als Kind, nachdem ich in einem Asterix & Obelix-Buch von diesem ulkigen Toten Meer gelesen hatte, auch mal drin (oder eher: drauf) schwimmen wollte.
  • Weil Israel eine überschaubare Größe hat und ich in der einen kurzen Woche nicht auch noch Zeit mit langen Fahrten verplempern wollte.
In der Altstadt von Jerusalem: Kleiner Junge vor dem Schaufenster einer Bäckerei

In der Altstadt von Jerusalem

„Ist das nicht gefährlich?“, ist die Frage, die mir von Familie, Freunden und Kollegen vor meiner Abreise am häufigsten gestellt wurde. Nicht von allen! Einige haben auch leuchtende Augen bekommen, mir Empfehlungen aufgeschrieben und wären am liebsten (nochmal) mitgereist. Aber die Angst vor möglichen Anschlägen war bei einigen doch ziemlich präsent und auch Couchsurfing ist nicht jedermanns Sache. Schließlich übernachtet man privat bei wildfremden Menschen.

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Vorfreude auf Israel: Die lange Liste der Leckereien, die ich in einer Woche unbedingt probieren sollte

So schmeckt Israel: In der Küche mischt sich das, was die Einwanderer aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern mitgebracht haben

Am Sonntag fliege ich für eine Woche nach Israel. Alleine! Mein Plan: Mich quer durchs Land zu schnabulieren. 

Ich will Märkte, Straßenimbisse und Restaurants besuchen und gemeinsam mit meinen Couchsurfing-Gastgebern kochen und essen. Auf Instagram und Facebook kannst Du mich dabei begleiten. Du hast noch einen Tipp? Dann her damit! Ausführliche Beiträge blogge ich nach meiner Rückkehr.

Meine erste Begegnung mit israelischem Essen hatte ich tatsächlich in Neuseeland. 2006, als ich das erste Mal und alleine durchs Land reiste, picknickte ich in Wanaka auf der Wiese am Seeufer mit anderen Backpackern aus ich weiß nicht wie vielen unterschiedlichen Ländern. Ein paar Israelis waren auch dabei und sie brachten Hummus und Fladenbrot mit (natürlich nicht aus Israel, sondern aus einem neuseeländischen Supermarkt). Ich hatte die Paste aus Kichererbsen, die meist mit Knoblauch, Zitronensaft, Olivenöl und Sesampaste abgeschmeckt wird, schon oft in Berlin oft gegessen – allerdings immer in arabischen Imbissen. An diesem Tag erfuhr ich: Das beste Hummus von allen gibt es in Israel!

Ob das tatsächlich der Fall ist? Wer will das schon beurteilen. Ich bin allerdings sehr gespannt darauf, WIE es denn in Israel schmeckt. Ich habe ja bereits die ARTE-Dokumentation „So schmeckt Israel“ verschlungen. Ein Kamerateam hat den deutschen Koch Tom Franz dabei begleitet, wie er sich von Köchen im ganzen Land typische Gerichte auftischen lässt. Der perfekte Appetizer für das, was ich vorhabe!

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Mit dem Bulli zu Gast im fränkischen Trebgast, wo eine junge Braumeisterin duftend-weiches Bier braut

Fränkisches Bier Braumeisterin Yvonne Wernlein aus Trebgast in Oberfranken Brauerei Haberstumpf

Fotograf:  Martin Ritter 

Zwei Mal durften wir mit unserem Bulli auf dem Waldparkplatz der Brauerei Haberstumpf campen. Wir haben das unglaublich gute Bier genossen und überrascht festgestellt, dass die junge, zierliche Frau am Zapfhahn auch die verantwortliche Braumeisterin ist. Das wollten wir genauer wissen – und haben Yvonne Wernlein um ein Interview gebeten. 

Letzten Sommer waren wir ja mit unserem Bulli auf dem Balkan. Und weil der leider nicht direkt hinter Berlin beginnt, mussten wir auf dem Heimweg wieder quer durch Deutschland fahren. Einfach nur Straßenkilometer machen, das mögen wir ja nicht so. Deshalb haben wir uns für die Strecke von Österreich bis Berlin drei Tage Zeit genommen und sind von einem Landvergnügen-Hof zum nächsten gefahren.

Dass wir im Bierland Franken einen Stopp einlegen würden, war für den Co-Jäger und mich sofort ausgemachte Sache. Und zwar in Trebgast, wo wir auf unserer Bulli-Sommer-Tour 2015 schon mal zu Gast waren.

Bei der Brauerei Haberstumpf in Oberfranken waren wir letzten Sommer schon mal zu Gast und es war so schön, dass wir unbedingt wiederkommen wollten (zum Nachlesen: http://www.jaegerdesverlorenenschmatzes.de/die-jaeger-sommer-tour-mit-bulli-2-im-sueffigen-sueden/). Hier bekommen wir endlich wieder mal etwas frisch Gezapftes: ein Dunkles und ein Zwickel. . #landvergnügen #bierlandfranken #beerlovers #craftbeer #brauerei #deutschesreinheitsgebot #bier #slowfood #bulliontour #roadtripping #foodtraveller #foodblogger #travellingfoodie #bayern

Ein von Jäger des verlorenen Schmatzes (@jaegerdesverlorenenschmatzes) gepostetes Foto am

Trebgast ist ein sehr charmanter Ort, der zwar nur etwa 1600 Einwohner hat, aber trotzdem einen tollen Bäcker, einen sehr guten Metzger, ein Naturschwimmbad an einem sehr schönen Badesee und eine erstklassige Gasthaus-Brauerei. Weil sie oben am Berg liegt, etwas außerhalb des Ortes, sitzt man im Biergarten wie in einem Nest mit tollem Fernblick. Als Tüpfelchen auf dem i (zumindest für Durchreisende wie uns) liegt Trebgast nur einen Katzensprung von der A9 entfernt. Auf dem lauschigen Waldparkplatz der Brauerei Haberstumpf haben wir wieder sehr schön und ruhig mit unserem Bulli gestanden und zum Abendessen das wirklich gute Bier des Hauses genossen.

Die Brauerei ist ein kleiner Familienbetrieb, so dass wir das Glück hatten, von der Braumeisterin selbst unser Zwickel und Dunkles gezapft zu bekommen und ihr ein paar Fragen stellen zu können. Nachdem wir das zweite Mal dort waren, habe ich Yvonne Wernlein dann ganz offiziell um ein Interview gebeten. Denn die Tatsache, dass sie im Alter von gerade mal 23 Jahren als Braumeisterin den heimischen Betrieb übernommen hat, hat mich neugierig gemacht. Außerdem fanden wir die Haberstumpf-Biere wirklich ausgesprochen gut – und das will etwas heißen in einer Region, in der die Messlatte sowieso schon ziemlich hoch liegt.

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