Mexiko-Reise mit Kind: „Passt bloß auf!!!“

An den Maya-Ruinen von Coba fühlten wir uns wie Indiana Jones

Alleine als Frau mit Kleinkind nach Mexiko. Offenbar schrillen da bei vielen Leuten sämtliche Alarmglocken. Immer wieder wurde ich vor der Abreise gewarnt: „Passt bloß auf!!!“ Wie ich unseren fünfwöchigen Roadtrip durch Mexiko vorbereitet habe und welche Gefahren uns unterwegs tatsächlich begegnet sind, erzähle ich euch hier. 

Jetzt sind wir also wohlbehalten wieder zurück in Deutschland, die kleine Co-Jägerin und ich. Wobei „wohlbehalten“ die Untertreibung des Jahres ist. Sobald mich jemand fragt, wie es denn in Mexiko war, habe ich ein breites Grinsen im Gesicht und erzähle begeistert vom Schwimmen in Tropfsteinhöhlen-Cenoten auf der Yukatan-Halbinsel, von der unglaublich guten Molesoße, die ich an einem Marktstand in Oaxaca gegessen habe, vom Frida Kahlo Museum in Mexiko City, das meiner vierjährigen Tochter tatsächlich genauso gut gefallen hat wie mir, von unserem Ausflug an den Fuß des rauchenden Popocatepetl und von unseren AirBnB-Gastgebern, unter denen so wunderbare Menschen waren, dass wir uns trotz der Ortswechsel während unseres Roadtrips sehr zuhause gefühlt haben. Sogar Montezuma hat uns mit seiner gefürchteten Rache verschont. Wir konnten uns völlig ungestört durch Mexikos Märkte und Restaurants schnabulieren 🙂

Die ständigen Warnungen vor unserer Mexikoreise, gut gemeint hin oder her, haben mich allerdings ganz schön gestresst. Jetzt kann ich es ja zugeben 😉 Und das, obwohl ich wirklich schon viel gereist bin und weiß, dass ich mich an neuen Orten gut zurecht finde und dass ich meinem Bauchgefühl vertrauen kann was Menschen angeht und das Vermeiden eventuell brenzliger Situationen. Zum Glück, bin ich ein „Jetzt erst recht“-Typ, sonst wäre uns eine wirklich wunderbare Reise entgangen!

Denkt ihr gerade selbst über einen Roadtrip mit Kind durch Mexiko nach, seid euch aber noch unsicher, ob das das Richtige für euch ist? Dann habe ich hier einige Tipps für euch, die euch die Entscheidung vielleicht erleichtern.

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Instagram-Jahresrückblick 2017: Unser Jahr in 12 Bildern

20171215_titel_Instagram Jahresrueckblick 2017 © Jägerdesverlorenenschmatzes

Israel, Fuerteventura, Portugal, Schweden, Brandenburg, Litauen und jetzt gerade Mexico: Ein Jahr voller kulinarischer Reiseabenteuer liegt hinter uns. In 12 Bildern reisen wir noch einmal zurück durch ein buntes Jahr 2017. Los geht’s mit dem Dezember, mit einem Foto aus Mexiko, denn da sind wir ja gerade. Ay ay ay!

Unser Instagram-Favorit im Monat Dezember

Unser Instagram-Favorit im Monat November

Der November brachte viele, viele Überstunden (ja-ha, so eine fünfwöchige Reise will gut vorgearbeitet sein, das soll hier mal nicht verschwiegen werden), aber auch viel, viel Vorfreude auf unseren Mexiko-Trip. Und eine mexikanische Fiesta zum Día de los Muertos. Steht mir ausgezeichnet, oder? Weiterlesen

Ausflug zur Waldweihnacht in der Oberförsterei Hammer: köstlicher Wildschweinbraten, stimmungsvoller Weihnachtsmarkt und Weihnachtsbäume zum selbst Schlagen

Großes Lagerfeuer bei der Waldweihnacht an der Oberförsterei Hammer


Am 9. Dezember 2017 lädt die Oberförsterei Hammer im südöstlich von Berlin gelegenen Groß-Köris wieder zur Waldweihnacht: Auf einer Lichtung rund um das historische Gebäudeensemble ist ein stimmungsvoller kleiner Weihnachtsmarkt und ein großes Lagerfeuer aufgebaut, es duftet nach Wildschweinbraten und Glühwein, ein Bläserquartett spielt Weihnachtslieder. Den eigenen Weihnachtsbaum schlagen kann man auch. Wir haben die Waldweihnacht an der Oberförsterei im letzten Jahr schon besucht und können euch diesen Ausflug nach Brandenburg sehr empfehlen! 

„Ich pass auf, dass der Baum nicht auf Dich drauf fällt!“, ruft die kleine Co-Jägerin aufgeregt. Und: „Darf ich die Säge tragen?!!“ Es ist Samstag Morgen, genauer gesagt: der Samstag vor dem 3. Advent. Wir wollen rausfahren nach Brandenburg, um unseren Weihnachtsbaum selbst zu schlagen, und ich weiß gerade nicht, wer sich mehr darauf freut: meine dreijährige Tochter oder ich. In meiner Phantasie hatte ich mir natürlich ausgemalt, dass wir durch einen tief verschneiten Wald stapfen würden, um unseren Baum auszusuchen, aber bei +8°C kann davon keine Rede sein. Immerhin ist es trocken und sogar ein bisschen sonnig.

Schon beim Frühstück freue ich mich auf den Wildschweinbraten, den es bei der „Waldweihnacht in der Landeswald-Oberförsterei Hammer“ geben soll, und auf das Lagerfeuer. Sehr viel mehr weiß ich auch gar nicht, denn die Informationen auf der Webseite des Landesbetriebs Forst Brandenburg sind äußerst spärlich. Zwar sind dort recht viele Adressen gelistet, wo man überall in Brandenburg einen Weihnachtsbaum selbst schlagen kann, aber sonst steht da nicht viel. Meist nur ein kurzer Hinweis auf „Lagerfeuer, Imbiss“ oder auch konkreter: „Goulaschkanone“. Mit dem Wildschweinbraten hatten uns die Oberförster daher sofort eingefangen. Da wollen wir hin! Wenn schon Weihnachtsmarkt im Wald, dann bitte mit einem schönen weihnachtlichen Essen. Weiterlesen

Restaurant-Tipp: La Lucha, Berlin – moderne mexikanische Küche

Moderne mexikanische Küche in Berlin: das LA LUCHA in Kreuzberg

Wenn man in Deutschland „mexikanisch essen geht“, dann ist das meist eher Tex-Mex-Küche und was genau man da auf dem Teller hat, lässt sich vor lauter überbackenem Käse oftmals kaum erkennen. Ganz anders im „La Lucha“ in Berlin-Kreuzberg. Wir haben das Restaurant ausprobiert

Die Eröffnung des „La Lucha“ in unserem Berliner Kiez vergangenen Sommer kam genau zur rechten Zeit: Um uns die Wartezeit auf unsere Mexiko-Reise zu verkürzen, waren wir jetzt schon einige Male dort essen – und haben eine Idee davon bekommen, wie vielfältig die mexikanische Küche eigentlich sein kann. Außerdem haben wir schon mal getestet, ob unser Spanisch überhaupt noch verstanden wird. Klar, man kann im La Lucha problemlos auf Deutsch bestellen, auch Englisch hört man dort (vor allem von den Gästen) sehr viel, die Muttersprache der meisten Kellner ist allerdings Spanisch. Deshalb und wegen der farbenfrohen Inneneinrichtung mit viel Kunst an den Wänden konnten wir auch immer schon ein bisschen mexikanisches Lebensgefühl atmen.

Das La Lucha - moderne mexikanische Küche in Berlin Kreuzberg

Im Sommer noch lauschiger: Die Terrasse des La Lucha direkt am Landwehrkanal

Unser erstes Mal war ein sehr spontaner Besuch: Ich hatte von der Eröffnung gehört und Lust, das La Lucha auszuprobieren. Auch die kleine Co-Jägerin war von der Idee eines Kurztrips „nach Mexiko“ sofort begeistert. Es war Sommer, wir waren gleich um 18 Uhr (wenn das Restaurant öffnet) da und saßen draußen, im sonnigen Biergarten, mit Blick auf den Landwehrkanal. Für den späteren Abend sollte man allerdings reservieren.

La Lucha - kreative mexikanische Kueche in Berlin

Das Konzept des La Lucha: kleine Portionen, damit man möglichst viel probieren kann

Das erste, was uns auffiel, war der Service: Nicht nur flink und aufmerksam, sondern auch noch entzückend zu meiner vierjährigen Begleiterin. Auch das Konzept des La Lucha war uns sofort sympathisch: Die Gerichte sind (bis auf wenige Ausnahmen) so portioniert, dass man als Erwachsener zwei bis drei schafft. Ideal für Menschen wie mich, die am liebsten immer alles ausprobieren wollen. Wenn man als größere Gruppe kommt, so wie wir bei unserem zweiten Besuch, kann man das sogar noch potenzieren. Die Küche schickt die Teller dann auch schön hintereinander raus. Und für diejenigen, die erstmal eine Kostprobe wollen und nicht so viel Geld ausgeben (ganz günstig ist das La Lucha nämlich nicht), sind die kleinen Gerichte auch perfekt.

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Appetit auf Mexiko: Ein Berliner futtert sich quer durchs Land und verrät uns, wo es am besten schmeckt

Kulinarisches Mexiko: Empfehlungen und Restauranttipps von einem Insider

Sechs Monate lang war Flo mit seiner mexikanischen Freundin und Baby während der Elternzeit in Mexiko und hat dank Familienanschluss so einiges entdeckt, was normalerweise unter dem Touristenradar bleibt. Wir haben ihn gebeten, für uns mal ein paar seiner kulinarischen Entdeckungen aufzuschreiben. Und er hat gleich losgelegt mit seiner Schwärmerei… nicht nur vom Essen.

Mexiko ist ja ein sehr großes Land. Welche Regionen habt ihr besucht?

Anfangs waren wir in Mexico City, wo Verwandtschaft meiner Freundin lebt, und haben Ausflüge z.B. nach Teotihuacán und Tepotzotlán gemacht. Danach waren wir einige Zeit in Puebla, der Heimatstadt meiner Freundin, am Fuße des Popocatépetl. Gerade in der Altstadt, ein UNESCO Weltkulturerbe, kann man unendlich viel entdecken. Von dort aus haben wir Tagestouren in die umliegenden Dörfer gemacht, beispielsweise nach Cholula, Atlixco oder Chipilo. Einen ganzen Monat haben wir in der Region Oaxaca verbracht, dort hatten wir uns am Stand von Mazunte ein Haus gemietet. Von dort sind wir mit einem Flugzeug, in dem gerade mal zehn Personen Platz fanden, über den Dschungel nach Oaxaca Stadt geflogen. Oaxaca ist eine der schönsten und farbenfrohsten Städte Mexicos. Dort haben wir auch den „Dia de los muertos“ [Anmerkung: Feiertag am 2.11.] gefeiert. Anschließend ging es für uns weiter in die Region Nayarit, nach Rincón de Guayabitos und schließlich sind wir noch nach Merdida auf der Yucatan-Halbinsel geflogen und haben von dort aus die Ausgrabungsstätten Chichen Itza und Uxmal besichtigt. Weihnachten und Neujahr haben wir dann wieder in und um Mexico City und Puebla verbracht und haben auch einen Ausflug nach Tlalpujahua gemacht. Das ist ein einziges, großes Weihnachtsdorf, in dem Weihnachtsdekorationen in Handarbeit hergestellt und in Hallen verkauft werden.

Kulinarisches Mexiko: Streetfood Grashüpfer-Snack

Wunsch erfüllt: Flo mit Grashüpfern zum Snacken

Von mexikanischen Restaurants in Deutschland kennt man vor allem Tortillas oder Burritos mit viel Käse überbacken. Welche Erwartungen an das Essen hattest Du vor eurer Mexiko-Reise?

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